Ursprünge des Kriecheinganges
Das Noh-Theater
Kleine Türen waren Rikyû nicht nur von den Booten bekannt. Bereits in der Zeit der getrennten Nord- und Südhöfe (1336 - 1392) gab es bei Dengaku-Spielen eine sehr kleine und enge Tür, die "gerade groß genug ist, um eine Maus hindurchzulassen", den Nezumi Kido (
鼠木戸).
In der ländlichen Umgebung der alten Haupstadt Nara wurden jedes Jahr im Frühling vor der Zeit des Reispflanzens auf den Feldern Tänze veranstaltet. Diese Tänze, die aus den Tänzen und Gesängen der Reispflanzer entstanden waren, sollten die Fruchtbarkeit der Felder und eine gute Reisernte fördern.
Inmitten der Reisfelder wurde eine Bühne aufgebaut. Die Zuschauer lagerten ringförmig um die Bühne. Damit war ein rituelle Raum von der profanen Umgebung abgetrennt. Der Zugang zu diesem Zuschauerbereich war nur durch den engen und niedrigen Nezumi Kido möglich.
Die wilden Saru-gaku 猿楽, wörtlich Affen-Tänze, verbanden sich mit Dengaku-Spielen, aus denen sich später das höfische Noh-Theater entwickelte.
Der wichtigste Spieler und Autor des Noh-Theaters Ze'Ami stammte aus einer Sarugaku-Familie. Seinem Vater Kan'Ami war es gelungen, die ländlichen Spektakel zu verfeinern und langsam den Shôgun in Kyôto für die neue Form des Noh zu begeistern. Ze'Ami vollendete die neue Theaterform. Fast alle Stücke, die heute noch auf der Nô-Bühne aufgeführt werden, stammen aus seiner Feder.
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Musiker und Chor im Nô - Theater
Hinter der 1. Trommel: die "Maus-Tür" |
Früher waren alle Dengaku- oder Sarugaku-Stücke auf freiem Feld ohne feste Bühne aufgeführt worden. Erst Kan'Ami und Ze'Ami gelang es, eine feste Nô-Bühne zu etablieren.
Auch auf der Nô-Bühne gibt es eine sehr kleine und enge Tür - den kirido-guchi - im hinteren Teil der Noh-Bühne, der von den Musikern und dem Chor eingenommen wird. Sie wird niemals zum Auf- oder Abgang der Schauspieler benutzt. Lediglich die Helfer und der Chor benutzt diese Tür zum Auftritt.
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